Die Geschichte beginnt ganz alltäglich: Sophia spaziert mit ihrem Großvater durch die Stadt, und wie alle pfiffigen Kinder stellt sie Fragen über Fragen. Als sie schließlich auf einer Parkbank neben dem Denkmal des Dichters Heinrich eine Pause machen, möchte sie wissen: „Was machen Denkmäler eigentlich nachts, wenn es dunkel ist und alle Menschen schlafen?“ Das ist eine dieser Kinderfragen, auf die selbst Opas keine Antwort wissen, und so beschließen die beiden: Finden wir’s raus! Als sie abends in den Park zurückkehren, passiert etwas Erstaunliches: Heinrich klettert von seinem Sockel und macht sich mit dem Reiterstandbild eines Kaisers auf in die Nacht. Aber wohin wollen sie nur? Nichts wie hinterher, heißt es da für das Gespann, und so werden Opa und Enkelin Zeugen einer bunt gemischten Denkmalversammlung: Generale und Adelige, Bürger und Philosophen, Künstler und Göttinnen – und nicht zuletzt der kleine Denkmaljunge Schang, der Sophia aus der Patsche hilft. Warum? Verraten sei nur so viel: Wer sich im Leben zankt, zankt sich auch als Denkmal ...
Peter Nink erzählt die wendungsreiche Geschichte von Menschen und Denkmälern voller Fantasie und Spannung. Er schreibt seit 20 Jahren Kindergeschichten für den Hörfunk – und so meint man das Säbelrasseln der Reiterdenkmäler, die Gesänge der Künstler und die vorwitzigen Stimmen von Schang und Sophia unmittelbar zu hören. Mit expressiven Bildern begleitet die Illustratorin Juliane Pieper die Geschichte: Nicht nur die Nacht, auch ihre Zeichnungen erwecken die Denkmäler zum Leben. Spielerisch stellt diese Geschichte für junge Leser ab neun Jahren einige der großen Fragen des Denkmalschutzes: Woran erinnern uns Denkmale? Und was ist erinnerungswürdig?