Sie kommen jetzt auf die externe Seite www.denkmalschutz.de – Möchten Sie fortfahren?

Fortfahren abbrechen

Schule des Sehens

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Leipzig denken? – Der Thomanerchor, Bachs Kantaten, die Proteste an der Nikolaikirche, die historischen Einkaufspassagen? Oder Auerbachs Keller, in dem Goethes Faust mit Mephisto zecht?

Woran auch immer wir denken: Architektur spielt dabei eine Hauptrolle, wie Stefan W. Kriegs im besten Sinne lehrreiches Buch zeigt.Die Denkmalgeschichte Leipzigs ist für Stefan W. Krieg Beruf und Berufung: Als promovierter Kunsthistoriker war er viele Jahre Denkmalpfleger bei der Stadt Leipzig und verfasste zahlreiche Bücher und Artikel zu ihrer Baugeschichte. In sein neues Buch sind die Erfahrungen dieser langjährigen Beschäftigung und Auseinandersetzung eingeflossen. Leipzig war früh eine wohl-habende Stadt mit einer einflussreichen Kaufmannschaft, die über die Jahrhunderte hinweg in qualitätvolle, nun historisch relevante Bauten investierte. Wer es sich leisten konnte, folgte den aktuellen Entwicklungen: So entstanden Gebäude, die an die jeweiligen Architekturstile ihrer Zeit anschlossen und Leitbauten zitierten. Da die Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg vergleichsweise gering waren, lässt sich in Leipzig Europas Architekturgeschichte in konzentrierter Form betrachten – und genau das unternimmt Stefan W. Krieg. Sein Buch ist ein Architektur-Reiseführer, eine profunde Architekturgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart, aber zugleich und vor allem auch eine Schule des Sehens: Wer dem Autor lesend oder reisend zu Kirchen und Bürgerhäusern, über Straßen, Plätze und Brücken folgt, entdeckt die Stadt neu.

Und einmal so geschult, schaut man auch die Gebäude im eigenen Umfeld mit anderen Augen an. Diese Lektüre bereichert interessierte Anfänger ebenso wie Kenner!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel